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Die Klinik im Film
- Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über
Schmerzbehandlungen
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Die Methoden
der modernen
Schmerztherapie
bieten auch optimale Voraussetzungen für eine
Anschlußheilbehandlung
(AHB)
bzw.
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weil damit die betroffenen Patienten oftmals überhaupt erst in einen
rehabilitationsfähigen Zustand gebracht werden können. Mehr
darüber erfahren Sie hier:
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Wer trägt denn überhaupt die Kosten für eine
stationäre
Schmerztherapie (stationäre
Rehabilitation) in dieser Klinik und in welchem Falle
bezahlt die Krankenkasse oder die Rentenversicherung?
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Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen.
Danach hat ein Schmerzpatient
ein Recht darauf , in einer
schmerztherapeutischen Klinik
behandelt zu werden.
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gelangen Sie zum 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Pressemitteilung dazu:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik. Mittlerweile gibt es diesbezüglich
zwei weitere Urteile, so vom
Landessozialgericht Hamburg:
www.schmerzklinik.com/sozialgericht2
oder auch
https://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070710027&phrase=Schmerzklinik
und vom Sozialgericht Köln erging die einstweilige Verfügung in nur
23 (!!) Tagen:
www.schmerzklinik.com/sozialgericht3.
Für Sie waren wir sehr fleißig -
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disease) (www.sudeck-disease.com,
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dystrophy) (www.sudeck-dystrophy.com)
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Erfahrung seit 1983
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig.
ISCHIAS
Sitzbeinnerv
Der Nervus ischiadicus wird auch als
Sitzbeinnerv bezeichnet. Der Begriff "Ischias" hat
zwei Bedeutungen:
Beim Ischias handelt es sich um einen sog.
gemischten Nerv, er führt motorische
(= der Bewegung bzw. Muskelkraft dienende) und
sensible
(= der Empfindung dienende) Anteile.
Der Nervenverlauf
Der Sitzbeinnerv
entstammt dem Plexus lumbosacralis (Lenden/Kreuzgeflecht), genauer gesagt, dem
Plexus sacralis (= Nervengeflecht im Bereich der unteren
Lendenwir bel
und des Kreuzbeins). Dieser Plexus wird von den Nervenwurzel L4 bis
S3 gebildet. Der Ischiasne rv verläuft von
der Wirbelsäule kommend durch das Foramen (= Öffnung,
Vertiefung) ischiadicum auf die Streckseite des
Hüftgelenk
s und gelangt dann zwischen Trochanter major (= große
Rollhügel am Oberschenkelknochen) und Tuber ossis ischii
(= Sitzbeinhöcker), über die Oberschenkelrückseite
zur Kniekehle und teilt sich dort in Nervus tibialis und N. peroneus
communis. Auf seinem Weg dorthin innerviert
(= versorgt) der Sitzbeinnerv
mehrere Muskeln (z.B. Musculus quadratus femoris, Musculus biceps femoris). Die
Endäste des N. peroneus communis ziehen bis zum
Fußrücken.
Der Nervus tibialis versorgt sensibel die Unterschenkelinnenseite und Fußsohle.
Eine
häufige Ursache für einen Schmerz im
Sitzbeinnerv
sind Affektionen
(= Störungen, Erkrankungen) der
spinalen (= das
Rücken
mark betreffenden)
Nervenwurzel
n L4-S3, dabei kommt es zu einem sog.
peripheren
Projektionsschmerz
(= mehr oberflächliche Schmerzausstrahlung bzw. Schmerzverlagerung).
Schmerzen im Sitzbeinnerv
aufgrund dieser Ursache gehen meist, aber nicht zwingend, mit einem
Schmerz im Lu mbalbereich
(Lumbalgie)
einher, in diesem Falle lautet die Diagnose dann
Lumboischialgie.
Ursachen für einen Schmerz im Ischias, der (meist) mit
Kreuzschme
rzen einhergeht:
-
Bandscheibenvorwölbung
(Bandscheibenprotrusion)
-
Bandscheibenvorfall
(Bandscheibenprolaps)
-
Wirbelgleiten
(Spondylolisthesis)
-
Stenose
(= Einengung) im
Foramen intervertebrale
(= Zwischenwirbelloch)
(Nervenwurzelkompression),
hervorgerufen durch:
a)
Tumorbildung
b)
Randzackenbildung
c) Varizen
(= Krampfadern) im
Bereich der Rückenmarkshülle
d) Ödem
(= Flüssigkeitsansammlung)
im Bereich der Nervenwurzel
e) Wirbelbruch (Wirbelfraktur)
In der
Regel tritt der Schmerz im Isch iasnerv nur einseitig auf, während die
Kreuzschme
rzen (Lumbalgie)
meist beiderseits vorhanden sind, oft seitenbetont. Beidseitig tritt Isch
ias häufig im Rahmen einer
Polyneuropathie
oder bei Vergiftungen auf (siehe weiter unten).
Andere Ursachen von Ischias-Beschwerden (überwiegend den gesamten
Nervenverlauf betreffend):
-
Eine echte
Isch
ias-
Neuralgie,
als eigenständiges Krankheitsbild, gekennzeichnet durch einen häufigen,
attackenförmige Schmerz von wenigen Sekunden Dauer entlang des
Nervenverlaufs ist selten.
-
Nicht selten entstehen
Schmerzen
im
Isch
ias
infolge von Verletzungenoder
iatrogen (= durch
ärztliche Einwirkung verursacht)
durch Operationen im Bereich der
Hüfte
und des
Oberschenkel
s. Meist besteht dann ein Dauerschmerz
bzw. länger anhaltende Schmerzepisoden.
-
Ein Schmerz im Sitzbeinnerv
kann auch durch falsch gesetzte Spritzen ins
Gesäß
entstehen. Gefürchtet sind dabei besonders Rheumamittel. Das Schmerzbild ist
dem einer
Kausalgie (Komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ II)
(= typische
brennende
Schmerzen bei einer
Nervenverletzung)
ähnlich (brennender
Schmerz
charakter mit schmerzhaften Empfindungsstörungen).
-
Eine schmerzhafte
Neuritis
(Nervenentzündung)
kann durch die Zuckerkrankheit (auch im Rahmen einer
Polyneuropathie),
oder auch durch Alkoholmißbrauch entstehen. Die länger anhaltenden
Schmerzen
treten bei dieser Ursache meist beidseitig auf.
-
Auch Vergiftungen
mit einem Schwermetall (z.B. Thallium, Blei, DDT) können im Sinne einer
Neuritis zu
Schmerzen
im Sitzbeinnerv
führen. Typisch sind dabei motorische und sensible (= die
Muskel
kraft und die Empfindung
betreffende)
Störungen oder gar Ausfälle.
Erwähnenswert ist der gesäßbetonte Schmerz im Isch
ias, da sich hinter diesem Beschwerdebild auch ein
Piriformis-Syndrom
verbergen kann. Zu einem
Piriformissyndrom kann es
durch Verletzungen im G esäßbereich
kommen, so z.B. durch Sturz oder auch durch eine unsachgemäße Spritze ins
Gesäß,
woraus eine muskuläre Störung resultiert.
Ursachen für einen Schmerz im Isch iasnerv (den unteren
Nerven
verlauf betreffend):
1.Ein
isolierter Schmerz im
Sitzbeinnerv im Bereich
der
Unterschenkel
außenseite und des
Fußrücken
s kann auf ein
Fibulaköpfchen-Syndrom
zurückzuführen sein. Am Fib ulaköpfchen
(= Köpfchen des Wadenbeins)
liegt der N. peroneus communis (= ein Nervenast des Ischias)
unmittelbar am
Knochen
und kann dort leicht komprimiert werden, so z.B. durch einen Gipsverband, bei
Reposition (= Rückverlagerung in die
normale Lage)
eines Schenkelhalsbruches oder durch Brüche und Verrenkung in diesem Bereich.
Für ein Fib ulaköpfchen-Synd rom
ist ein nach unten ausstrahlender Schmerz bei Druck auf den Nerv hinter
dem Köpfchen des Wadenbeins typisch.
2.Das
subakute (= eher schleichend
verlaufende)
oder chronische
Tibialis anterior-Syndrom
(Tibialis-Logen-Syndrom)
geht mit einem Schmerz im Isch
ias
an der
Schienbein
vorderseite einher, verursacht durch eine
Nervenkompression in der
Tibialisloge
(= die sog. Streckerloge, ein Raum mit geringer Ausdehnungsmöglichkeit).
Der Nervus tibialis anterior ist ein Endast des Isch iasnerv s.
Das akute Tibialis anterior-Synd rom
ist ein Notfall, der sofort operativ behandelt werden muß (Druckentlastung durch
Spaltung der bindegewebigen Umhüllung der
Muskulatur).
3.Das
vordere Tarsaltunnel-Syndrom
entsteht am Fu ßrücken
durch Kompression des N. peroneus profundus
(= Nervenast des Ischias) unter
dem Ligamentum cruciatum (= gekreuztes
Bindegewebsband), so z.B. durch zu
enges Schuhwerk. Druck auf das Ligamentum verstärkt die Beschwerden am
Fuß
rücken.
4.Das
hintere
Tarsaltunnelsyndrom
entsteht durch eine Kompression zwischen Innenknöchel und Retinaculum flexorum
(= Halteband für die Beugemuskulatur zwischen
Innenknöchel und
Fersenbein).
Typischerweise treten diese
Ischiasschmerzen
und Gefühlsstörungen an der
Fußsohle, vor allem beim Gehen
und nachts auf.
5.Die
Morton-Neuralgie
ist auf eine Neurombildung
(= gutartige Nervenauftreibung)
durch Druck auf die Nn. digitales II-IV
(= Ner v en, die die
Zehenversorgen,
aus dem Isch iasnerv stammend)
zurückzuführen. Die Patienten klagen über einen
Brennschmerz
im Bereich der vorderen Fu ßsohle.
Der brennende Schmerzcharakter gibt Anlaß zur Verwechslung mit einer
Sympathalgie
(= Schmerz aufgrund einer Reizung des
unwillkürlichen Nervensystems).
Behandlung der Isch
ias schmerz en:
Grundsätzlich gilt, daß durch eine geeignete Diagnostik
(= Maßnahmen zur Erkennung von Krankheiten)
versucht werden muß, eine für die geklagten Isch
ias schmerz en ursächliche, spezifische Erkrankung zu entdecken. Gelingt dies,
so muß diese zunächst kausal
(= entsprechend der Krankheitsursache)
behandelt werden.
Dazu ein Beispiel: Werden die Isch
ias schmerz en durch einen
Wirbelsäule
ntumor verursacht, so steht an erster
Stelle natürlich eine spezifische Krebstherapie (Chemotherapie, Bestrahlung,
Operation).
Verbleibt nach einer krankheitsspezifischen Behandlung dennoch ein Schmerz im
Isch
ias, leider häufiger auch nach
Bandscheibenoperation, so
eignen sich zur Behandlung folgende Maßnahmen, wobei auch anhaltende Isch
ias schmerz en praktisch immer eine Kombination von verschiedenen
Therapieverfahren erfordern:
Medikamentöse Schmerztherapie:
Akut
(=
plötzlich einsetzend, heftig) und subakut
(= eher schleichend verlaufend)
können zunächst (vorwiegend) peripher wirkende
Analgetika
(=
Schmerzmittel,
die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und
magen
schonende wie z.B.
Meloxicam. Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog.
COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib oder Etoricoxib, allerdings scheint diese
Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei
längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht
auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe
zuvor.
Bei stärkeren schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber
hinaus auch
Muskel
relaxanzien
(= Mittel zur Entspannung von
Muskeln)
(z.B.
Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Manchmal sind aber die Schmerzzustände nur mit zentral wirkenden
Analgetika
(= im Gehirn bzw.
Rücken
mark wirkende
Schmerzmittel)
(z.B.
Tramadol, Tilidin, bzw. Tilidin mit Naloxon oder auch Morphin)
beherrschbar.
Ist der Schmerz im Isch iasnerv
eher anfallsartiger Natur, also im Sinne einer
Ischiasneuralgie,
so ist die Verordnung eines Antikonvulsivums
(= ein
Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei einem anfallsartigen
Schmerz
wirksam)
angezeigt. Als erste Wahl gelten heute Gabapentin oder Pregabalin,
als 2. Wahl Carbamazepin. Die Kombination mit Baclofen hilft Gabapentin bzw.
Pregabalin oder Carbamazepin einzusparen.
Grundsätzlich sollte aber auch bei einem Schmerz im Isch
ias eine längerfristige
Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar
Schmerzmittelabhängigkeit
vermieden werden.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber auch
bei chronischen
Schmer zen wirksam)
(z.B. Doxepin, Maprotilin) oder
Neuroleptika
hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Spezielle Schmerztherapie
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel):
Bei anhaltenden Isch
ias schmerz en sollten rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt werden.
Eine sehr wirksame Alternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder Suchtpotential, ist
gerade bei einer
Ischialgie die
therapeutische Lokalanästhesie mit einem langwirkenden örtlichen
Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain) in Form von örtlichen Betäubungen und
Nervenblockaden.
Sehr hilfreich sind wiederholte Einzelbetäubungen des N. ischiad icus
und wenn gleichzeitig ein
Kreuzschmerz
besteht, in Kombination mit
Nervenwurzelblockaden
neben der
W irbelsäule. Bei
verhärteter
Muskulatur
im
Lenden
bereich ist dann zusätzlich die wiederholte, großzügige Infiltration derselben
zur Muskelentspannung mit Bupivacain (0,25 - 0,5%) sehr lohnend.
Eine Nervenblockade
des
Sitzbeinnerv
s gelingt am sichersten infragluteal
(= unterhalb des Gesäßes).
Im Gegensatz zur transglutealen (=
durchs Gesä ß
hindurch) Technik kann eine deutlich
kürzere und damit dünnere Nadel verwendet werden. Der Einstich erfolgt ca. 3
Querfinger unterhalb der Gesäßfalte am rückwärtigen Oberschen kel.
Die exakte Position kann bei Verwendung einer dünnen Kanüle durch Auslösung von
Parästhesien
(= Fehlempfindungen)
ermittelt werden. Der Verlauf des Isch
ias kann auch mit einer transkutanen
(= über die Haut verabreichten)
elektrischen Nervenstimulation (TENS) mit Zielelektrode zuvor
identifiziert werden.
Zur
Schmerztherapie
reichen 10-15 ml z.B. Bupivacain 0,125-0,15% aus. Bei dieser Konzentration
bleibt die Motorik intakt, so daß begleitend physiotherapeutische Maßnahmen
(= Krankengymnastik, Anwendungen)
durchgeführt werden können, bzw. bei starken Isch
ias schmerz en durch Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung)
überhaupt erst möglich werden.
In
hartnäckigen Fällen hat sich zur Behandlung von Isch
ias schmerz en die
kontinuierliche
Blockade des N. ischiad icus
mit Katheter sehr bewährt. Dabei wird, ebenfalls von der
Oberschenkelrückseite her, ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) durch eine
Kanüle hindurch in die Nervenscheide
(= Gewebsumhüllung eines Nerv en)
des Isch
ias eingepflanzt und innerhalb derselben
noch weiter nach oben vorgeschoben. In der Folge wird über diesen Katheter
mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche
Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. Bei
ungenügender Wirkung muß daran gedacht
werden, daß die Endäste des Isch iasnervs,
die Nerven peroneus communis und tibialis bei manchen (wenigen) Menschen
das Becken bereits getrennt, also in zwei selbständigen Portionen verlassen.
Sind die Isch
ias schmerz en auf Störungen im Bereich der unteren Lendenw irbelsäule
zurückzuführen und bestehen deshalb gleichzeitig Kreuzschme rzen,
empfiehlt sich die Durchführung der genannten
Blockadetechnik in der sog. retrograd hohen Variante. Dabei wird
während den Katheterfüllungen der Oberschen kel
unterhalb der Einstichstelle mit einer Manschette abgestaut. Das örtliche
Betäubungsmittel kann sich auf diese Weise innerhalb der Nervenscheide des
Ischias nur nach oben ausbreiten und so dann auch die gestörten Ner venwurzeln
im
Len denbereich
erreichen und dort bezüglich der
Kreuzschmerzen ebenso
lindernd wirken. Mit dieser sog. retrograd hohen
Blockadevariante
werden zusätzliche
Nervenwurzelblockade
n im unteren Lendenbereich zur Behandlung
der Kreu z schmerz-Komponente
entbehrlich, falls nicht, werden die betroffenen
Nervenwurzeln 2 mal täglich (auch an Wochenenden) mittels Einzelinjektionen
separat blockiert.
Beim
Tarsaltunnelsyndrom
und bei der
Mortonneuralgie
können die betroffenen Äste des Isch
ias zunächst auch weiter unten wiederholt
betäubt werden.
Physikalische
Schmerztherapie:
Auch die Elektrostimulation kann bei Isch
ias eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die transkutane
(= über die Haut verabreichte)
Stimulation mit
Niederfrequenzgenerator über Klebeelektroden (TENS) hat den Vorteil, daß sich
die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden über dem
Isch
iasverlauf am rückwärtigen Oberschen kel
aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße
kann die Wirkung optimiert werden.
Eine weitere physikalische Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche
Kältetherapie
im Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten mit Isch
ias empfinden allerdings lokale
Wärmeapplikationen (Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können
ebenfalls Isch
iasschme rzen
lindern.
Nahezu unverzichtbar bei vertebragen verursachten
(= durch Störungen im Bereich der Wir belsäule
verursachten)
Isch
ias schmerz en ist die heilgymnastische
Therapie , insbesondere in Form der
Rückenschule, da meist nur diese geeignet ist, einen ärztlichen
Behandlungserfolg zu sichern und längerfristig zu stabilisieren. Dabei gilt es,
Rücken- und
Bauch
muskulatur zu trainieren, da auf Dauer nur eine
kräftige Mus kulatur
eine statische und dynamische Insuffizienz des Achsenorgans kompensieren kann.
Pflegerisch ist beim akuten und subakuten Ischias auch an die Lagerung im
Stufenbett zu denken.
Andere Maßnahmen zur
Schmerzbehandlung:
Der Vollständigkeit halber darf die
Akupunktur
(Schmerzakupunktur)
nicht unerwähnt bleiben.
Hypnoide Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach
Jakobson sind auch bei Ischias eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie.
Bei
längerfristig bestehenden Isch
ias schmerz en ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II
oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein
somatische
(= körperliche) Behandlung kaum mehr
ausreichend, sondern es müssen zusätzlich
psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
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Aktualisiert: >30.07.2008</>kusb&
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